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Einsatz 17/2021 – bedrohliche Polizeilage

Datum: 17.02.2021

Alarmierung: 8:07 Uhr

Einsatzstichwort: Verdacht auf Wohnungsbrand

Einsatzort: Nordhausen, Bochumer Straße

Einsatzdauer: 5,5 Std.

Fahrzeuge und Stärke:

HLF      Nordhausen-Mitte 44, Stärke 1/5

DLK      Nordhausen-Mitte 33, Stärke —

RW 1    Nordhausen-Mitte 71, Stärke —

MTW    Nordhausen-Mitte 19, Stärke —

FüKW   Nordhausen-Kreis 11, Stärke —

Gesamtstärke: 6 Kameraden/-innen

weitere Kräfte: u.a. Berufsfeuerwehr Nordhausen, Einsatzleitung BF Nordhausen, FF Sundhausen, FF Bielen, FF Hörningen, FF Hesserode, FF Herreden, FF Krimderode, ORGL Rettungsdienst Nordhausen, LRNA Rettungsdienst Nordhausen, Freischichten Rettungsdienst, DRK Einsatzzug Heringen, DRK Betreuungszug LK Nordhausen, Polizei Nordhausen, SEK, Verhandlungsteam des LKA u. v. m..

 

Manchmal kommt es anders als man denkt. So erging es uns an diesem Tag, als wir zu einem Verdacht auf Wohnungsbrand alarmiert wurden.

Bereits auf der Anfahrt konnte erst einmal keine Rauchentwicklung festgestellt werden. An der Einsatzstelle angekommen wurden wir durch die Berufsfeuerwehr über die Lageänderung aufgeklärt. Es handelte sich um eine Polizeilage mit 1 Person, die Brandsätze geworfen hat und vermutlich bewaffnet ist. Umgehend wurden weitere Kräfte u.a. auch Kräfte des Landeskriminalamtes und das Spezial-Einsatz-Kommando aus Erfurt. Wie bereits bekannt war, wurden Molotowcocktails geworfen und es war nicht bekannt, ob sich weitere Brandsätze oder Sprengsätze im Besitz der Person befinden. Somit musste vom schlimmsten ausgegangen werden und man bereitete darauf vor, eine größere Anzahl an Verletzten versorgen zu müssen.

Wir ordneten umgehend den Raum zwischen Einsatzstelle und der Gerd-Hauptmann-Straße, um Platz für die weiteren anrückenden Einsatzkräfte zu schaffen. Später übernahmen wir den Einsatzabschnitt Brandschutz/Atemschutz. Derweil evakuierte ein Trupp von uns 9 Anwohner und einen Hund aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich im Nebeneingang. Zusätzlich stellten wir Atemschutzausrüstung für das SEK bereit. Zum Einsatz kam auch unser Sprungretter, welcher auf der Rückseite des Gebäudes platziert wurde. Anschließend hieß es warten. Während des Einsatzes stellte sich heraus, dass eine Frau in der Nachbarwohnung eingeschlossen wurde und die Wohnung nicht über das Treppenhaus verlassen kann. Sie wurde zeitnah mithilfe der Drehleiter aus Ihrer Lage gerettet.

Später konnte das eingetroffene SEK die Person festnehmen und der Einsatz ging glimpflich aus.

 

Der Einsatz war nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft gegen 13:30 Uhr beendet.

Fotos: Silvio Dietzel  / Lukas Mühlhause